Konungens af Siam landstigning vid Logårdstrappan (1897)

Der offiziell erste schwedische Film ist kaum 40 Sekunden lang. Er entstand am 13. Juli 1897 am Königlichen Schloss in Stockholm. Konungens af Siam landstigning vid Logårdstrappan  zeigt die Ankunft des damaligen schwedischen Königs Oscar II. mit seinem Gast, König Chulalongkorn von Siam, dem heutigen Thailand. Der Film besteht aus einer Einstellung, die Kamera ist […]

Modus (2015)

1993 erschien mit Mörder ohne Gesicht Henning Mankells erster Wallander-Roman auf Deutsch. Ausgehend vom immensen Erfolg der Reihe um den im südschwedischen Ystad ermittelnden Kriminalkommissar etablierte sich in den darauf folgenden Jahren in Deutschland der Begriff des „Schwedenkrimis“.  Im Fahrwasser Mankells wurden zahlreiche weitere skandinavische Autoren ins Deutsche übersetzt – Hauptsache, die Geschichten handelten von […]

So finster die Nacht / Låt den rätte komma in (Tomas Alfredson, 2008)

Oskar ist zwölf Jahre alt und hat Feinde. Drei Mitschüler hänseln und drangsalieren ihn, die Schule ist ein täglicher Spießrutenlauf. Zu Hause läuft es nicht viel besser, die Eltern sind geschieden, seinen Vater sieht er nur unregelmäßig, die Mutter geht tagsüber arbeiten. In der Trabantensiedlung ist Oskar meist sich selbst überlassen, bis eines Tages Eli […]

Feuer an Bord / Eld ombord (Victor Sjöström, 1922)

Nachdem sein Fuhrmann des Todes / Körkarlen große Anerkennung fand, bekam Victor Sjöström das Angebot, nach Amerika zu gehen und dort für Metro-Goldwyn-Mayer Filme zu machen. Der schwedische Stummfilm sah sich selbst zu jener Zeit bereits in einer Krise, trotz des großen Erfolgs von Körkarlen wähnte sich die Produktionsgesellschaft Svensk Filmindustri gegenüber den US-Produktionen im […]

Licht im Winter / Nattvardsgästerna (Ingmar Bergman, 1962)

Licht im Winter entstand nach Wie in einem Spiegel und vor Das Schweigen. Obwohl es von Bergman ursprünglich nicht so beabsichtigt war, haben viele Kritiker – und letztlich auch er selbst – diese drei Filme als zusammengehörig betrachtet. Meist ist dabei von einer „Glaubenstrilogie“ die Rede, die manchmal aber auch als„religiöse Trilogie“, „Trilogie vom Beginn […]

Das letzte Urteil / Dom över död man (Jan Troell, 2012)

Leider, so sagt Regisseur Jan Troell, vergessen die Menschen viel zu schnell. Torgny Segerstedt etwa war in den 1930er und 40er Jahren eine bekannte Persönlichkeit in Schweden. Heute können die Jugendlichen mit seinem Namen kaum noch etwas anfangen. Das ist bedauerlich, war Segerstedt zu Zeiten der nationalsozialistischen Herrschaft in Europa doch eine moralische Instanz, deren […]

Ninas Reise / Ninas Resa (Lena Einhorn, 2006)

Einen großen Teil ihrer Jugend verbrachte Nina Einhorn im Warschauer Ghetto, von ihrer Familie überlebten nur ihr Bruder Rudek und sie selbst den Krieg. Ninas Tochter Lena, eine in Schweden renommierte Autorin und Fernsehjournalistin, wusste, dass die Mutter ihre Geschichte erzählen wollte und entschloss sich, ihre Erinnerungen festzuhalten. Lena Einhorn verarbeitete das Material zunächst zu […]

Die Stunde des Wolfs / Vargtimmen (Ingmar Bergman, 1968)

Die Stunde des Wolfs / Vargtimmen beginnt wie eine Fernsehreportage: Alma (Liv Ullmann) berichtet den Zuschauern direkt in die Kamera vom Verschwinden ihres Mannes, dem Maler Johan (Max von Sydow). In einer langen Rückblende wird anschließend die Geschichte dieses Paares und des mysteriösen Verschwindens erzählt. Alma und Johan haben sich auf eine einsame Insel zurückgezogen. […]

Das Gesicht einer Frau / En kvinnas ansikte (Gustaf Molander, 1938)

Ein Feuer in ihrer Kindheit hat Annas Gesicht entstellt. Die durch Narben verzerrten Züge haben die junge Frau auch äußerlich hart und abweisend werden lassen. Verbittert und feindselig hat sie sich in der Unterwelt zum Kopf einer Erpresserbande hochgearbeitet. Geld ist das einzige, was sie  interessiert, denn wenn sie schon nicht schön sein kann, so […]

Hafenstadt / Hamnstad (Ingmar Bergman, 1948)

Hafenstadt / Hamnstad ist der fünfte Film, bei dem Ingmar Bergman Regie führte. Noch immer ein Frühwerk, dessen Unfertigkeit an manchen Stellen auffällt. Unverkennbar das Werk eines jungen Regisseurs, der ungestüm ist und vieles auf einmal will. Doch auch das Werk eines großen Talents, dessen Gespür für Realismus und soziale Spannungen an Rossellini und DeSica […]